LINSE - Lichtspielkunst in Segeberg

Das Programm

Alle Filme laufen im CinePlanet5, Oldesloer Straße 34, Bad Segeberg (Tel.: 04551-7100).
Di 14. April, 17 und 20 Uhr
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Eddington

Drama

Regie: Ari Aster

mit: Joaquin Phoenix (Sheriff Joe Cross) · Pedro Pascal (Bürgermeister Ted Garcia) · Emma Stone (Louise) · Austin Butler (Vernon Jefferson Peak) · Deirdre O'Connell (Dawn)

USA 2025 | 150 Minuten | ab 16

Im Sommer 2020 lösen die Corona-Schutzmaßnahmen in einer Kleinstadt in New Mexico einen Konflikt zwischen dem liberalen Bürgermeister und dem Sheriff auf, der sich zum Kämpfer gegen „abgehobene Eliten“ stilisiert. Während die Präsenz von Demonstranten und einem Sektenführer die Lage weiter anheizt, führt die wachsende Gewaltbereitschaft des Sheriffs wie auch großer Teile der Stadt zu einer Eskalation von unfassbaren Ausmaßen. Eine satirische schwarze Komödie mit Westernanleihen, die in einem bleihaltigen Höllentrip mündet. In der ausfransenden Handlung sind manche Stränge schwächer als andere, die kompromisslose Inszenierung einer sich verselbständigenden Paranoia bewirkt gleichwohl einen frappierenden Wiedererkennungseffekt. - Ab 16.

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Di 21. April, 17 und 20 Uhr
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Therapie für Wikinger

Drama

Regie: Anders Thomas Jensen

mit: Mads Mikkelsen (Manfred) · Nikolaj Lie Kaas (Anker) · Sofie Gråbøl (Margrethe) · Lars Brygmann (Lothar) · Søren Malling (Werner)

Dänemark/Schweden 2025 | 116 Minuten | ab 16

Nach fünfzehn Jahren hinter Gittern kehrt ein Mann zu seinem Bruder zurück, der als einziger weiß, wo die Beute aus einem Raubüberfall versteckt ist. Doch der Bruder ist psychisch stark gehandicapt und kann sich nur noch bruchstückhaft erinnern. Um seinem Gedächtnis auf die Sprünge zu helfen, suchen sie nahe ihrem Elternhaus im Wald nach dem Schatz, wo sie es auch mit einer Reihe anderer gestörter Persönlichkeiten zu tun bekommen. Der zwischen Tragik und Situationskomik in vielen Nuancen schillernde Film geizt nicht mit expliziter Gewalt, lässt hinter dem Wahnwitz der Figuren aber immer wieder deren emotionale Traumatisierungen in der Kindheit aufscheinen. Allen blutigen Knalleffekten zum Trotz geht es um eine ernste Auseinandersetzung mit Themen wie Identität und Anderssein. - Ab 16.

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Di 5. Mai, 17 und 20 Uhr
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Silent Friend

Drama

Regie: Ildikó Enyedi

mit: Tony Leung Chiu-Wai (Tony) · Luna Wedler (Grete) · Enzo Brumm (Hannes) · Marlene Burow (Gundula) · Sylvester Groth (Anton)

Ungarn/Frankreich/Deutschland 2025 | 147 Minuten | ab 6

Als 2020 die Corona-Pandemie ausbricht, sitzt ein asiatischer Neurowissenschaftler auf dem Campus der Uni Marburg fest. In der Isolation wendet er sich, inspiriert von einem alten Gingkobaum im Botanischen Garten, der Wahrnehmung und Kommunikation von Pflanzen zu. Seine Geschichte wird mit zwei anderen Schicksalen verquickt, deren Zeuge der prächtige Baum wurde. Anfang des 20. Jahrhunderts kämpft eine Botanik-Studentin mit patriarchalen Vorurteilen, und in den 1970er-Jahren lernt ein Student eine Kommilitonin kennen, die sich für die Kommunikation von Pflanzen begeistert. Der mit 35mm- und 16mm-Material sowie digital gedrehte Film verschränkt diese Zeitebenen zu einem zarten Hohelied auf die Fähigkeit, die Grenzen der eigenen Wahrnehmung zu erkennen und neugierig nach einer Horizonterweiterung zu streben. Dabei glänzt er mit einer durchdachten Bildsprache und mit einem feinen Sinn für Humor. - Sehenswert ab 14.

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Di 12. Mai, 17 und 20 Uhr
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Hamnet

Biopic

Regie: Chloé Zhao

mit: Jessie Buckley (Agnes) · Paul Mescal (William Shakespeare) · Joe Alwyn (Bartholomew) · Emily Watson (Mary) · Sam Woolf (Bernardo)

Großbritannien/USA 2025 | 126 Minuten | ab 12

Anfang 1580er-Jahre erhört Agnes Hathaway aus der kleinen Stadt Stratford-upon-Avon das Werben des Lateinlehrers William Shakespeare und bekommt mit ihm drei Kinder. Auch wenn sich der angehende Bühnenautor oft in London aufhält, verläuft das Familienleben glücklich, bis der Sohn Hamnet an der Pest stirbt. Die Trauer verarbeitet Shakespeare in seinem Drama „Hamlet“. Das großartig fotografierte und in den Hauptrollen eindringlich gespielte Melodram imaginiert das Ehe- und Familienleben Shakespeares sowie dessen fiktionale Verarbeitung. Bisweilen wird dabei aber etwas viel Schicksals- und Todessymbolik bemüht, um die tragische Geschichte emotional zu grundieren. - Ab 14.

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Di 19. Mai, 17 und 20 Uhr
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Wuthering Heights - Sturmhöhe

Drama

Regie: Emerald Fennell

mit: Margot Robbie (Catherine Earnshaw) · Jacob Elordi (Heathcliff) · Hong Chau (Nelly Dean) · Alison Oliver (Isabella Linton) · Shazad Latif (Edgar Linton)

Großbritannien/USA 2026 | 137 Minuten | ab 16

Eine sehr freie Adaption des klassischen Romans von Emily Brontë über die fatale Liebesgeschichte zwischen einer englischen Gutsbesitzertochter und einem von allen verachteten Außenseiter, der Rache schwört, als sie einen anderen heiratet. Die Verfilmung verschiebt den Fokus von psychologischer Entwicklung und Klassenaspekten hin zu der Wechselbeziehung von Sex, Abhängigkeit und Zerstörung. Bar jeder Subtilität, setzt der Film auf visuellen Exzess mit grellen Schauwerten, Groschenästhetik und verruchtem Anstrich. Im Kern aber bleibt er zahm und hochkontrolliert, da er neben der verhängnisvollen Seite der Liebe auch die romantische miterzählen will. - Ab 16.

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Di 26. Mai, 17 und 20 Uhr
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Das Flüstern der Wälder

Dokumentarfilm

Regie: Vincent Munier

mit: Margot Robbie (Catherine Earnshaw) · Jacob Elordi (Heathcliff) · Hong Chau (Nelly Dean) · Alison Oliver (Isabella Linton) · Shazad Latif (Edgar Linton)

Frankreich 2026 | 100 Minuten | ab 0

Der französische Dokumentarfilmer Vincent Munier streift mit seinem Vater, einem Wald-Experten, sowie seinem Sohn durch die moosbedeckten Wälder der Vogesen, um Tiere wie Füchse, Rehe und das Auerhuhn zu beobachten und zu belauschen. Dabei überlässt er meist seinem Vater das Wort für Gedanken über die Schönheit von Flora und Fauna, deren Lebensraum durch den Menschen bedroht ist. Ein auditiv und bildlich spektakulär inszenierter Dokumentarfilm, der streckenweise aber allzu bemüht ist, die Natur mit Worten einzufangen und in eine arg gekünstelte Generationen-Geschichte einzuhegen. Wo er sich dem Staunen überlässt, vermag der Film tief zu beeindrucken und zum Nachdenken anzuregen. - Ab 12.

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Di 2. Juni, 17 und 20 Uhr
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Marty Supreme

Komödie

Regie: Josh Safdie

mit: Timothée Chalamet (Marty Mauser) · Gwyneth Paltrow (Kay Stone) · Odessa A'zion (Rachel Mizler) · Kevin O'Leary (Milton Rockwell) · Koto Kawaguchi (Koto Endo)

USA 2025 | 150 Minuten | ab 12

New York, im Jahr 1952: Ein junger Schuhverkäufer möchte professioneller Tischtennisspieler werden und versucht seinem Ziel so gewitzt wie rücksichtslos und egoistisch näher zu kommen. Ein Schuldenberg und ein anstehendes Match mit seinem Konkurrenten in Japan fordern seinen Erfindungsreichtum schließlich besonders heraus. Zwischen Sportlerdrama und Schelmenstück erzählt der Film mit inhaltlichen Abschweifungen, originellen Einfällen und einer anachronistischen Musikauswahl von einem, der in der Nachkriegszeit hoch hinauswill. Die Stärke des atemlos inszenierten Werks liegt in der markanten Präsenz seiner Figuren und den ständigen Reibungen, die das Drehbuch zwischen ihnen entfacht. - Sehenswert ab 14.

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So 28. Februar 2027, 17 und 20 Uhr
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Sentimental Value

Drama

Regie: Joachim Trier

mit: Renate Reinsve (Nora Borg) · Inga Ibsdotter Lilleaas (Agnes Borg Pettersen) · Stellan Skarsgård (Gustav Borg) · Elle Fanning (Rachel Kemp) · Anders Danielsen Lie (Jakob)

Norwegen/Dänemark/Schweden/Deutschland/Frankreich 2025 | 133 Minuten | ab 12

Nach dem Tod ihrer Mutter müssen sich zwei Schwestern mit ihrem lange abwesenden Vater, einem Filmregisseur, arrangieren, der nach der Beerdigung plötzlich auftaucht. Der möchte seine ältere Tochter für die Hauptrolle in einem autobiografischen Film gewinnen. Als diese ablehnt, engagiert er eine Hollywood-Schauspielerin an ihrer Stelle. Der Film verwebt Trauer und Familienkonflikt zu einem vielschichtigen Drama, in dem Realität, Theater und Film immer wieder ineinander übergehen. Durch Spiegelungen, scheinbar authentische Räume und trickreiche Perspektiven wird das Thema der Echtheit radikal infrage gestellt. Ein raffiniert gebautes Spiel über die therapeutischen Zuschreibungen von Kunst, deren manipulative, aber schöpferische Kraft Wahrhaftigkeit eher erschafft als abbildet und gerade darin tröstet. - Sehenswert ab 14.

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