LINSE - Lichtspielkunst in Segeberg

Das Programm

Alle Filme laufen im CinePlanet5, Oldesloer Straße 34, Bad Segeberg (Tel.: 04551-7100).
Di 8. April, 17 und 20 Uhr
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Die Fotografin

Biopic

Regie: Ellen Kuras

mit: Kate Winslet (Lee Miller) · Andy Samberg (David E. Scherman) · Josh O'Connor (Antony Penrose) · Andrea Riseborough (Audrey Withers) · Alexander Skarsgård (Roland Penrose)

Großbritannien/USA 2023 | 116 Minuten | ab 12

Ende der 1930er-Jahre war die US-Amerikanerin Lee Miller vor allem als legendäres Ex-Modell und Muse des Surrealisten Man Ray bekannt. Mit Kriegsausbruch beginnt sie jedoch für die britische „Vogue“ zu arbeiten, zunächst noch als Modefotografin, schließlich aber als bei der US-Armee akkreditierte Kriegsberichterstatterin. 1945 entstehen ihre erst posthum veröffentlichten Aufnahmen in den gerade befreiten Konzentrationslagern Buchenwald und Dachau. Der in Rückblenden erzählte biografische Film ist ganz auf die prominente Hauptdarstellerin herum inszeniert und bleibt lange formelhaft. Erst im zunehmenden Verlauf gewinnt er etwas Kontur, wenn er die Pionierleistung der Hauptfigur in angemessenes Licht rückt. - Ab 14.

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Di 15. April, 17 und 20 Uhr
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Feste & Freunde - Ein Hoch auf uns!

Drama

Regie: David Dietl

mit: Laura Tonke (Ellen) · Jasmin Shakeri (Natalie) · Annette Frier (Mareike) · Nicholas Ofczarek (Rolf ) · Henning Flüsloh (Max)

Deutschland 2024 | 107 Minuten | ab 12

Eine zehnköpfige Freundesclique findet über die Jahre immer wieder zusammen, egal ob es eine Hochzeit, einen Geburtstag, Silvester oder sonst etwas zu feiern gibt. Paare lieben und streiten sich, manche trennen sich, doch der Freundeskreis bleibt auch während der Corona-Pandemie bestehen und meistert alle Krisen, inklusive eines Todesfalls. Der mal komödiantische, mal ernstere Ensemblefilm überzeugt mit guten Darstellern, Tempo und bisweilen auch hintergründigem Witz, kann die Grenzen seines Genres aber nicht erweitern. - Ab 14.

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Di 22. April, 17 und 20 Uhr
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The Outrun

Drama

Regie: Nora Fingscheidt

mit: Saoirse Ronan (Rona) · Paapa Essiedu (Daynin) · Stephen Dillane (Andrew) · Saskia Reeves (Annie) · Nabil Elouahabi (Samir)

Großbritannien/Deutschland 2024 | 119 Minuten | ab 12

Eine junge Frau von den schottischen Orkney-Inseln flüchtet nach London, wird dort alkoholsüchtig und muss ihr Leben nach einem Absturz neu sortieren. In ihrer alten Heimat findet sie Zuflucht, doch der Weg zu Selbstfindung und Abkehr von der Sucht ist lang und schwierig. Das auf authentischen Begebenheiten beruhende Drama wechselt zwischen grellen Effekten und intensiven Naturbetrachtungen, ist bewusst nicht-linear erzählt und verfremdet das Schicksal der Protagonistin durch mythologische Erzählungen. Ein bewegender, herausfordernder Film über das Ringen mit Abhängigkeit. - Sehenswert ab 14.

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Di 29. April, 17 und 20 Uhr
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Like A Complete Unknown

Biopic

Regie: James Mangold

mit: Timothée Chalamet (Bob Dylan) · Monica Barbaro (Joan Baez) · Edward Norton (Pete Seeger) · Elle Fanning (Sylvie Russo) · Boyd Holbrook (Johnny Cash)

USA 2024 | 142 Minuten | ab 6

Anfang 1961 taucht der 19-jährige Bob Dylan in New York auf und findet rasch Aufnahme in die Folkmusik-Szene. Mit seinem ungewöhnlichen Songschreiber-Talent steigt der enigmatische Eigenbrötler in den nächsten Jahren zum Star auf, zeigt jedoch zusehends erste Verunsicherungen und Absetzbewegungen und beginnt, mit dem rebellischen Gestus des Rock’n’Rolls zu flirten. Die aufwändig ausgestattete und glänzend besetzte Filmbiografie arbeitet redlich, aber ohne große Überraschungen die Stationen in Dylans Karriere bis zur Kontroverse um seinen Auftritt beim Newport Folk Festival 1965 ab. Unterhaltsam und mit gelungenen Konzert-Szenen, fehlt es dem Film am höheren Ehrgeiz, tiefer in die Persona von Bob Dylan einzutauchen. - Ab 14.

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Mi 30. April 18 Uhr
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Stumpfe Sense - Scharfer Stahl

Dokumentarfilm

Regie: Quinka Stoehr

Deutschland 1990, 90 Min.

Mit anschliessendem Filmgespräch.
Anwesend die Regisseurin Quinka Stoehr und Bauer Matthias Stührwoldt
in Kooperation mit dem Cineplanet5.

Im August 2020 sorgten Bilder von Treckern in Schleswig-Holstein, die das Symbol der Landvolkbewegung aus den 20er Jahren des letzten Jahrhunderts zeigten, für Entsetzen. Die Landvolkbewegung war eine Bauernbewegung ausgehend von Schleswig-Holstein, die sich immer stärker radikalisierte und zur Schwungmasse der Nationalsozialisten wurde. Mittlerweile taucht die Fahne regelmäßig auf bundesweiten Bauerndemonstrationen auf und markiert einen besorgniserregenden Rechtsruck auf dem Land. Der Dokumentarfilm "Stumpfe Sense – Scharfer Stahl. Bauern, Industrie und Nationalsozialismus" von 1990 zeigt am Beispiel dieser bäuerlichen Protestbewegung wie in einem Brennglas die Entstehungsbedingungen des deutschen Faschismus und ist wieder hochaktuell.

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Di 6. Mai, 17 und 20 Uhr
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Wunderschöner

Komödie

Regie: Karoline Herfurth

mit: Karoline Herfurth (Sonja) · Anneke Kim Sarnau (Nadine) · Emilia Schüle (Julie Abeck) · Emilia Packard (Lilly) · Nora Tschirner (Vicky)

Deutschland 2025 | 138 Minuten | ab 12

Fünf lose miteinander verbundene Frauen wollen ihr Leben und ihr Selbstverständnis nicht länger an den gesellschaftlichen Vorstellungen der Geschlechterverhältnisse ausrichten. Obwohl jede sich emotional, beruflich und biografisch an einem anderen Punkt befindet, verläuft ihr Umdenken in ähnlichen Bahnen. In einer Mischung aus dramatischen und humoristischen Szenen entfaltet die Ensemble-Komödie ein episodisches Mosaik über die Herausforderungen des Beziehungsdschungels, in denen aber die Sehnsucht nach einem besseren Leben dominiert, obwohl es auch Momente chaotischer Albernheit gibt - Sehenswert ab 14.

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Di 13. Mai, 17 und 20 Uhr
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Der Brutalist

Drama

Regie: Brady Corbet

mit: Adrien Brody (László Tóth) · Guy Pearce (Harrison Lee Van Buren Sr.) · Felicity Jones (Erzsébet Tóth) · Joe Alwyn (Harry Lee Van Buren) · Raffey Cassidy (Zsófia)

Großbritannien 2024 | 216 Minuten | ab 16

1947 emigriert ein ungarisch-jüdischer Architekt, der mit seiner Frau den Holocaust überlebt hat, in die USA. Dort findet er in einem Millionär einen mächtigen Gönner, der ihn mit der Planung eines gigantischen Bauprojekts beauftragt. Die Zusammenarbeit entpuppt sich jedoch als doppelbödige Angelegenheit. Auch die Traumata der Vergangenheit lassen sich nicht mehr abschütteln, als seine Frau wieder mit ihm vereint ist. Ein im VistaVision-Format gedrehtes Filmepos um einen Mann, der dem Faschismus entkommt, in den USA aber auf einen Herrenmenschen großkapitalistischer Prägung trifft. Mit packenden Figuren und suggestiven Raumfantasien werden Seelenlandschaften einer Moderne entworfen, die energisch der Zukunft entgegenstrebt, während sich das Vergangene gleichzeitig als hartnäckiger Subtext in sie einschreibt. - Sehenswert ab 16.

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Di 20. Mai, 17 und 20 Uhr
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We Live in Time

Drama

Regie: John Crowley

mit: Andrew Garfield (Tobias) · Florence Pugh (Almut) · Grace Delaney (Ella) · Lee Braithwaite (Jade) · Aoife Hinds (Skye)

Großbritannien 2024 | 108 Minuten | ab 12

Die Köchin eines Restaurants und der Werbemanager eines Lebensmittelkonzerns lernen sich auf ebenso kuriose wie tragische Weise kennen und lieben. Als die Frau an Krebs erkrankt, ist die Gründung einer Familie bedroht. Außergewöhnliche Mischung aus romantischer Komödie und Drama, in dem die Verbindung von beruflichem Erfolg und Ruhm mit der Bewältigung von Krankheit und dem Familienleben thematisiert wird. Die Erzählung wird dabei in mehrere Zeitebenen aufgebrochen, die spontan und ungeordnet wie Erinnerungsbruchstücke wirken. In den Hauptrollen so einfühlsam wie beeindruckend gespielt. - Sehenswert ab 14.

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Di 27. Mai, 17 und 20 Uhr
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Weisheit des Glücks - Eine inspirierende Begegnung mit dem Dalai Lama

Dokumentarfilm

Regie: Barbara Miller

mit: Andrew Garfield (Tobias) · Florence Pugh (Almut) · Grace Delaney (Ella) · Lee Braithwaite (Jade) · Aoife Hinds (Skye)

Schweiz/USA 2024 | 94 Minuten | ab 6

Anfang 2020 lässt sich der 14. Dalai Lama in seinen eigenen Räumen zu einem Interview vor die Kamera bitten, in dem er seine Lebensgeschichte und seine Philosophie ausbreitet. Indem der damals 85-Jährige den Zuschauern direkt in die Augen zu blicken scheint, können sich Charisma und Überzeugungskraft des geistigen Oberhaupts der tibetischen Buddhisten voll entfalten. Ergänzt wird das Interview durch zahlreiche Archiv-Aufnahmen sowie Stimmungsbilder über den derzeitigen Zustand des Planeten. Die Bildmontage ist eher überfordernd als schlüssig und erzielt nur in Einzelmomenten große Wirkung, während der wache und gütige Auftritt des Dalai Lama tiefen Eindruck hinterlässt. - Ab 14.

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Di 3. Juni, 17 und 20 Uhr
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Pfau - Bin ich echt?

Drama

Regie: Bernhard Wenger

mit: Albrecht Schuch (Matthias) · Anton Noori (David ) · Julia Franz Richter (Sophia ) · Salka Weber (Nora ) · Theresa Frostad Eggesbø (Ina )

Österreich/Deutschland 2024 | 102 Minuten | ab 12

Ein mit vielen Talenten gesegneter Mann verdingt sich in zahllosen Rollen als kultivierter Lebenspartner, perfekter Sohn oder Sparringspartner für einen Ehekrach, so wie es seine Auftraggeber wünschen. Nur er selbst zu sein gelingt ihm nicht. Als seine Freundin wegen seiner Gefühllosigkeit Schluss mit ihm macht, gerät seine professionelle Wandelbarkeit aus dem Gleichgewicht. Eine grandiose Parabel auf eine Überflussgesellschaft, der es an Frustrationstoleranz, Abenteuerlust und Neugier mangelt. Die Hauptfigur wird dabei in ihren menschlichen Defiziten auf dem Weg zum unausweichlichen Zusammenbruch ihrer Fassade vielschichtig interpretiert. - Sehenswert ab 14.

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Di 10. Juni, 17 und 20 Uhr
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Sing Sing (2023)

Drama

Regie: Greg Kwedar

mit: Colman Domingo (John "Divine G" Whitfield) · Clarence Maclin (Clarence Maclin) · Sean San José (Mike Mike) · Paul Raci (Brent Buell) · David Giraudy (David Giraudy)

USA 2023 | 107 Minuten | ab 12

Ein schauspielerisch begabter Neuankömmling im berüchtigten Sing-Sing-Gefängnis bei New York verändert die Dynamik einer Theatergruppe, die unter Leitung eines passionierten Amateur-Schauspielers den Häftlingen bei der Rehabilitierung helfen soll. Statt Shakespeare wird plötzlich ein wildes Zeitreise-Stück geprobt und die Kunst der Verwandlung hilft den Insassen dabei, ihrem tristen Alltag zu entkommen. Das auf realen Begebenheiten beruhende Drama verbindet fiktive und semi-dokumentarische Elemente, ein großer Teil der Darsteller kennt die Gefängniswelt aus eigener Erfahrung. Die geerdete Gefängniserzählung wird dabei dem fantastischen, überbordenden Bühnenstück gegenübergestellt, wobei der Film im Werben um Sympathie für die Gefangenen eher vorhersehbare Mittel bemüht. - Ab 16.

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Di 17. Juni, 17 und 20 Uhr
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Für immer hier

Drama

Regie: Walter Salles

mit: Fernanda Torres (Eunice Paiva) · Fernanda Montenegro (ältere Eunice) · Selton Mello (Rubens Paiva) · Maria Manoella (ältere Veroca) · Valentina Herszage (jüngere Veroca)

Brasilien/Frankreich 2024 | 138 Minuten | ab 12

Ein ehemaliger brasilianischer Kongressabgeordneter beobachtet 1971 mit großer Skepsis die politischen Entwicklungen in seinem Land. Doch weder er noch seine Frau halten es für geboten, das Land zu verlassen. Aber dann wird der Mann von der Militärpolizei verschleppt. Auch Jahre später quält die Familie die Ungewissheit, was ihm widerfahren ist. Das auf realen Ereignissen beruhende Drama schildert zunächst das Zusammenleben einer harmonischen Familie, in das umso brutaler der Terror des Regimes einbricht. Im Spiegel der Ungewissheit und Leere erzählt der Film von den Verbrechen der Militärdiktatur. Er handelt aber zugleich auch vom Mut, sich von politischer Gewalt nicht brechen zu lassen, sondern für demokratische Werte und Menschenrechte einzutreten. - Sehenswert ab 14.

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Di 24. Juni, 17 und 20 Uhr
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Maria (2024)

Biopic

Regie: Pablo Larraín

mit: Angelina Jolie (Maria Callas) · Pierfrancesco Favino (Ferruccio Mezzadri) · Alba Rohrwacher (Bruna Lupoli) · Vincent Macaigne (Dr. Fontainebleau) · Kodi Smit-McPhee (Mandrax)

Italien/Deutschland/USA 2024 | 124 Minuten | ab 6

Ein Porträt der Opernsängerin Maria Callas (1923-1977), fokussiert auf ihre letzten Lebenstage im September 1977 in Paris. Entgegen ärztlichem Rat will die Sängerin zusammen mit einem Pianisten ein letztes Mal ihrer Stimme den Klang von „La Callas“ abringen. Einem Journalisten gewährt sie überdies Einblicke in ihr Leben. Eine opernhafte Hommage, in der sich Callas bis zum Schluss als Regisseurin ihres Lebens imaginiert. Herausragend sind auch die akribischen Rekonstruktionen ihrer legendären Bühnenauftritte, eine dramaturgisch kluge Musikauswahl und die technische Perfektion, mit der der Hauptdarstellerin die unvergessliche Stimme der Sängerin in den Mund gelegt wird. - Sehenswert ab 14.

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Di 1. Juli, 17 und 20 Uhr
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Könige des Sommers

Drama

Regie: Louise Courvoisier

mit: Clément Faveau (Totone) · Luna Garret (Claire) · Mathis Bernard (Jean-Yves) · Dimitry Baudry (Francis) · Maïwène Barthelemy (Marie-Lise)

Frankreich 2024 | 92 Minuten | ab 12

Ein 18-jähriger Bauernsohn aus dem französischen Jura feiert gern und neigt zu unüberlegten Entscheidungen. Nach dem plötzlichen Tod seines alleinstehenden Vaters ist der junge Erwachsene jedoch für seine siebenjährige Schwester verantwortlich und muss den heruntergekommenen Hof weiterführen. Als bei einem Wettbewerb für Comté-Käse ein hoher Geldpreis winkt, setzt er alles daran, diesen zu gewinnen. Ein humorvoll, detailgenau und mit großer Zärtlichkeit umgesetztes Jugenddrama, dessen herausragende Laiendarsteller Garanten für die Authentizität der Geschichte sind. Einfühlsam und ohne Sentimentalität erzählt der Film vom Leben in der Provinz und einer Reifung unter schwierigen Voraussetzungen. - Sehenswert ab 14.

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